Aktuelle Studien zeigen mögliche Nebenwirkungen: Magensäureblocker (PPI) sinnvoll einsetzen 

Für den Reizmagen gibt es gute Alternativen

 

Soll die Freisetzung von Säure in unserem Magen gedrosselt werden, kommen Magensäureblocker (PPI) zum Einsatz. Doch immer zu Recht, also medizinisch sinnvoll? Wie die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) jetzt warnt, kommen PPI viel zu häufig bei Beschwerden zum Einsatz, für die kein Nutzen gezeigt werden konnte  - insbesondere beim Reizmagen(1).

 

Reizmagen heißt nicht Reflux

Die Blockierung der Magensäure ist gerade beim Reizmagen meist nicht hilfreich. Denn hier liegt das Problem nur selten an einem Magensäureüberschuss. Bei funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen wie dem Reizmagen werden z.B. pflanzliche Arzneimittel sowie eine Kombination des Magenenzyms Pepsin mit Aminosäuren erfolgreich eingesetzt. Das Kombi-Präparat Enzynorm® f, hat sich bei Magenbeschwerden wie Völlegefühl, Magenschmerzen, Blähungen und Sodbrennen bewährt. Neuere Untersuchungen zeigen, dass das Pepsin-haltige Medikament zur Unterstützung der Magenfunktion typische Beschwerden bei funktioneller Dyspepsie bessern kann(2). Wegen seiner guten Verträglichkeit und der Kombinationsmöglichkeit mit anderen Wirkstoffen ist das Arzneimittel auf biologischer Basis eine alternative Therapieoption bei Reizmagen-Beschwerden.

 

Nicht länger ohne klare Diagnose  

PPI gehören zu den wirksamsten Medikamenten bei der Behandlung von säureassoziierten Erkrankungen des Verdauungstrakts. Diese Arzneimittel werden aber häufig unkritisch verordnet und vielfach auch dauerhaft eingenommen. Langfristig werden sie inzwischen jedoch wegen der Folgen einer dauerhaften Magensäurehemmung kritisch gesehen. Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen neben gastrointestinalen Infektionen eine erhöhte Gefahr für Eisenmangel und Knochenbrüche, da unter PPI weniger Eisen, Kalzium und Vitamin D aus der Nahrung aufgenommen werden können. Zudem werden ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte, Niereninsuffizienz und Demenz diskutiert. Hinzu kommt die Gefahr, in gewisser Weise abhängig von PPI zu werden. Denn wer sie nach längerer Einnahme absetzt, bekommt häufig erneut Beschwerden. Daher sollte bei Magenbeschwerden eine klare Diagnose und eine zielgerichtete Behandlung im Vordergrund stehen.

 

Die DGVS rät deshalb davon ab, PPI langfristig – über mehr als zwei Monate – ohne medizinisch klar abgesicherte Diagnose anzuwenden. Zudem sollte die Behandlung mit den Präparaten nur unter ärztlicher Betreuung und Überwachung erfolgen. Es wird auch empfohlen, den Vitamin B12-Spiegel bei langfristiger PPI Einnahme zu kontrollieren.

 

Kontakt und weitere Informationen

Nordmark Arzneimittel GmbH & Co. KG

Pinnauallee 4

25436 Uetersen

Tel.: +49 (4122) 712-631

Mail: info@enzynorm.de

 

(1) DGVS Pressemittelung „Magensäureblocker: Ohne eindeutige Diagnose nicht langfristig einnehmen“, Berlin 20.01.2017

(2) Z Gastroenterol 2016; 54 - KV142 DOI: 10.1055/s-0036-1586918