Das PraxisMagazin wird in unregelmäßigen Abständen Interviews von Zeitzeugen publizieren, um aufzuzeigen, in welchen Bereichen der Heilkunde Entwicklungen zu beobachten waren, mit welcher Dynamik sich Einschätzungen zwischen Gestern und Heute entwickelten. Aber auch, welche Allgemeingültigkeit heute, 25 Jahre später, noch ihren festen Bestand hat.


Am 27. März 1986 resümierte Bundesforschungsminister Dr. Heinz Riesenhuber: „Es ist der erklärte Wille der Bundesregierung, die Aufwendungen in der Gesundheitsforschung überproportional zu steigern“.

 

Ethik und Wissenschaft stehen am Scheideweg
Leihmutter, Ersatzmutter, Samenbank, künstliche Befruchtung und Gentechnologie – Forschung und Wissenschaft machen vor kurzem noch Undenkbares möglich. Jetzt ist der Staat in die Pflicht genommen, menschliche Würde und menschliches Leben, Ethik und Moral unmissverständlich festzuschreiben. Die Arbeiten der Benda-Kommission sind als erster Schritt zu werten. Die DNÄ nutzte die Gelegenheit, mit Bundesforschungsminister Dr. Heinz Riesenhuber über die Konsequenzen der Gentechnologie, aber auch über die Position der deutschen Wissenschaft im internationalen Wettbewerb zu sprechen. weiterlesen oder als PDF downloaden

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Interview mit Prof. Dr. Heinz Riesenhuber 1986
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„Wer heute als Arzt von Naturheilkunde nichts versteht, ist in absehbarer Zeit nicht mehr konkurrenzfähig“. Eine Aussage von Frau Dr. Veronica Carstens vor einem Vierteljahrhundert, die an Aktualität auch heute nichts verloren hat.

 

Baldrian statt Valium

Hightech- kontra sanfte Medizin

Was wir heute brauchen, sind nicht die harten Chemotherapeutika, sondern auch die ganze Palette der sanften Medizin, die empirisch durch viele Ärztegenerationen hindurch ihren wissenschaftlichen Nachweis erbracht hat. Dabei ist eines ganz klar, bemerkte Frau Dr. Veronica Carstens, Gattin des früheren Bundespräsidenten und Vorstandsmitglied der Fördergemeinschaft für Erfahrungsmedizin, gegenüber der DNÄ, wer heute als Arzt von Naturheilkunde nichts versteht, ist in absehbarer Zeit nicht mehr konkurrenzfähig. weiterlesen oder als PDF downloaden

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Interview mit Frau Prof. Veronika Carstens 1985
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Hannelore Kohl: Je eher ein verletztes Gehirn wieder gefordert wird, desto größer sind die Chancen einer vollständigen Wiederherstellung

 

… denn die im Dunkeln sieht man nicht

Schädel-Hirn-Traumen gehören zu jenem Verletzungstypus, der für den Betroffenen leicht zum sozialen, familiären oder beruflichen „Aus“ werden kann. Das Informationsdefizit in der Öffentlichkeit ist groß und meist wird pauschal eine Gleichstellung mit geistig Behinderten vorgenommen. Diese Diskriminierung abzubauen und den Teufelskreis der Isolierung zu durchbrechen ist eines der Hauptanliegen des Kuratoriums ZNS für Unfallverletzte mit Schäden des zentralen Nervensystems. Die Neue Ärztliche hatte Gelegenheit mit der Frau des Bundeskanzlers, der Gründerin und Präsidentin von ZNS, Hannelore Kohl, über diese 1983 gegründete Einrichtung zu sprechen. weiterlesen oder als PDF downloaden

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Interview mit Frau Hannelore Kohl 1986
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Gespräch mit Professor Manfred von Ardenne 1988

Leiter des Forschungsinstituts Manfred von Ardenne, Dresden

 

Ziel der von Manfred von Ardenne entwickelten Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (O2MT) ist es, die Ruhe-O2-Aufnahme bzw. die maximale O2-Aufnahme permanent für Monate oder gar Jahre bedeutend zu erhöhen. Auf diese Weise kann neben einer funktionellen Stärkung des Immunsystems auch die körperliche Leistungsfähigkeit anhaltend erhöht werden. Über eine Doppelblindstudie konnte von Ardenne nachweisen, dass durch O2MT die ergometrisch gemessene körperliche Leistungsfähigkeit im Mittel um 17 Prozent gesteigert wurde. Gegenwärtig wird die O2MT an mehreren hundert Zentren in 12 verschiedenen Staaten mit wachsendem Erfolg eingesetzt. weiterlesen oder als PDF downloaden

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Interview mit Professor Manfred von Ardenne 1988
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Dr. Hanna Neumeister: Kostendämpfung darf nicht dazu missbraucht werden, Parlaments-Entscheidungen zur Erhaltung der Pluralität in Lehre und Forschung zu unterlaufen


Therapie-Freiheit und freie Arztwahl sind Markenzeichen eines freien Gesundheitswesens

 

Bonn – Die rheumatischen Erkrankungen schlagen volkswirtschaftlich mit 60 bis 80 Milliarden DM zu Buche und sind damit die „teuerste Erkrankung der Welt“ und eine intensive Belastung des Sozialbereiches.

 

Darum ist besonders hier der Gesetzgeber gefordert, einen Missbrauch der parlamentarischen Entscheidungen zur Kostendämpfung zu unterbinden. Auch müssen Korrekturen an der Entwicklung der Heilverfahren überdacht und insgesamt – unter voller Einbeziehung der Erfahrungsheilkunde – neue Akzente gesetzt werden, meint die Bundesabgeordnete und Präsidentin von Rheuma-Liga und Bundesvereinigung für Gesundheitserziehung, Frau Dr. Hanna Neumeister. Die DNÄ nutzte die Gelegenheit zu einem ausführlichen Gespräch. weiterlesen oder als PDF downloaden

Kostendämpfung darf nicht dazu missbraucht werden, Parlaments-Entscheidungen zur Erhaltung der Pluralität in Lehre und Forschung zu unterlaufen

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Interview mit Frau Hanna Neumeister 1985
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