Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED)

Stellenwert der Ernährung

 

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind chronisch-entzündliche und schubweise verlaufende Darmerkrankungen. Insbesondere die Häufigkeit des Morbus Crohn nimmt zu. CED führen häufig zu Ernährungsstörungen, deren Behandlung den Verlauf und die Aktivität der Erkrankung günstig beeinflussen kann.

 

Die Therapie der CED ist symptomatisch sowie auf Entzündungshemmung und Ausgleich von Mangelzuständen ausgerichtet. Im akuten Entzündungsschub werden häufig Glukokortikoide gegeben. Eine Substitutionstherapie mit Mikronährstoffen sollte grundsätzlich durchgeführt werden.

 

Nährstoffdefizit bei CED häufig

Spezifische Mikronährstoffdefizite sind bei den CED meistens durch anatomische und funktionelle Besonderheiten bedingt:

 

  • Verminderte Nahrungsaufnahme durch Schmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Resorptionsstörungen: Kurzdarmsyndrom nach Operation, bakterielle Fehlbesiedelung, Medikamente
  • § Gastrointestinale Probleme: Nahrungsmitteln-Intoleranzen, enterale Fisteln
  • Erhöhte Verluste: exsudative Enteropathie, Blutungen im Magen-Darm-Trakt, Diarrhö

 

Bei Morbus Crohn kommt es oft zu einem Mangel an VitaminB12, Folsäure, Eisen und den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K. CED-Patienten entwickeln oftmals einen Mangel an Zink aufgrund von Fisteln und der Diarrhö.

 

Optimale Ernährungstherapie

Viele CED-Betroffene, insbesondere Morbus Crohn-Patienten, leiden zudem unter Untergewicht. Die Ernährungstherapie muss deshalb gewährleisten, dass der Ernährungszustand der Patienten optimal ist.

 

Zur diätetischen Behandlung von Nährstoffdefiziten aufgrund von Maldigestion und Malabsorption bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wird die Gabe von entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren, fettlöslichen Vitaminen (A, D, E, K), wasserlöslichen Vitaminen (C, B1, B2, B6, B12), Folsäure sowie Zink, Eisen und Selen empfohlen. Mit einem entsprechenden Kombinationsprodukt können Mangelerscheinungen vermieden, Remissionsphasen verlängert und die Lebensqualität verbessert werden (z. B. Xylamin®/Xylamin® plus).

www.xylamin.de

 

Bildnachweis: 7activestudio – istock/thinkstock